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gaiac Forschungsinstitut

Biotests für Abwasserproben

Toxische Effekte von bekannten und unbekannten Chemikalien und Stoffgemischen in Umwelt- und Wasserproben und Extrakten können mit verschiedenen Testverfahren bewertet werden. Im Zusammenhang mit den in der Wasserrahmen-Richtlinie (2000/60/EC) definierten Umweltqualitätsnormen für prioritäre Stoffe und der Beobachtungsliste wird die Beurteilung der Wirkung von anthropogenen Spurenstoffen auf Mensch und Umwelt immer wichtiger. In Kooperation der toxikologischen Laboratorien IWW, gaiac und Institut für Umweltforschung (IfU) der RWTH Aachen bieten wir Ihnen eine breite Palette bioanalytischer Testmethoden an.

Zusätzlich bieten wir für Ihre Fragestellung verschiedene Probenaufbereitungsmethoden (z.B. solid phase-extraction (SPE)- Anreicherung), Probenbehandlungsverfahren (z.B. Ozonierung von Abwasserproben, Adsorption an Aktivkohle und anderen Adsorbentien, Advanced Oxidation Processes (AOP)-Verfahren) sowie chemische Analysen an, so dass umfangreiche Studien mit verschiedensten Fragestellungen bearbeitet werden können.

Gerade bei den Toxizitäts-Parametern kommt es auf die richtige Auswahl und Kombination an. Wir beraten Sie gern kompetent zu Messverfahren, Nachweisgrenzen und bezüglich der Aussagekraft von Testergebnissen – sprechen Sie uns an. Gern stellen wir Ihnen ein individuelles, auf Ihre Fragestellung zugeschnittenes Analysenprogramm zusammen.

Bioanalytisches Testverfahren - In vivo-Biotestverfahren Durchführendes Institut
Algenwachstumshemmtest (DIN EN ISO 8692 oder modifizierter Test mit Altenburger-Medium) gaiac
Wachstumshemmtest mit Lemna minor (DIN EN ISO 20079) gaiac
Akuter Daphnientest
(ISO 6341)
gaiac
Reproduktionstest mit Daphnia magna (ISO 10706) gaiac
Populationstest mit Daphnia magna
(Multi Generation Test nach Hammers-Wirtz & Ratte, 2000)
gaiac
Reproduktionstest mit Potamopyrgus antipodarum IFU
Fischeitest mit Danio rerio
(DIN EN ISO 15088)
IFU
Bioanalytisches Testverfahren - In vitro-Biotestverfahren Durchführendes Institut
MultiTox-Test IWW
MTT-Test IWW
Endokrine Testverfahren Durchführendes Institut
L-YES / L-YAS IFU
H295r-Assay (OECD 456) IFU
ER-Calux IWW
AR-Calux IWW
MDA-Assay
(lizenzfreie Version des Rezeptorbindungsassays analog zum AR-Calux)
IFU
TKDluc Test
(lizenzfreie Version des Rezeptorbindungsassays analog zum ER-Calux)
IFU
Vitellogenin in Primärhepatocyten aus Regenbogenforellen/ Vitellogenin in Fischen IFU
Mutagenitäts-/ Genotoxizitätstests Durchführendes Institut
Ames-Fluktuationstest (ISO-Guideline) IFU
AMES-Test (MPF TA 98/100) IWW
UMU-Test IWW
DNA-Addukte (8-OHdG) IWW
Mikrokerntest in Fischeiern (V79 Zellen)
(DIN EN ISO 21427-2)
IFU
Mikrokern-Assay IWW
Comet-Assay IWW
P53 Calux IWW
Dioxin-ähnliche Wirktests Durchführendes Institut
EROD mit RTL-W1 Zellen/ in frühen Lebensstadien von Danio rerio IFU
H42e-Assay (lizenzfreie Version des Rezeptorbindungsassays analog zum DR-Calux) IFU

Der Schwerpunkt des Labors für Toxikologische Untersuchungen am IWW liegt auf dem Nachweis von zellulären Effekten (Zytotoxizität, Endokrine Effekte, Gentoxizität, Mutagenität) in (hauptsächlich humanen) Zellkulturen, so dass Aussagen zu einem humantoxikologischen Risiko getroffen werden können. Ökotoxikologische Testverfahren werden von dem Forschungsinstitut gaiac angeboten. gaiac verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung von Biotests mit Primärproduzenten (z. B. Algen) und Invertebraten (z. B. Daphnien) sowie in der Auswertung von Biotestergebnissen. Das Institut für Umweltforschung (IfU) der RWTH Aachen arbeitet langjährig im Fischmonitoring mittels Biomarkeranalysen (wie z.B. Mikrokerntest, EROD, Vitellogenin an exponierten Fischen) .