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gaiac Forschungsinstitut

Sanierung der Rhenaniahalde in Stolberg-Atsch

Die Rhenania-Halde gilt als sanierungsbedürftige Altlast, was sich vor allem in Form geruchsintensiven Sickerwasseraustritten (Schwefel-Wasserstoff) am Haldenfuß äußert. Ziel der Sanierung ist primär eine deutliche Reduktion der Versickerung des Niederschlags durch den Haldenkörper zur Minimierung der Kosten, die im Rahmen der Sicker­wasserreinigung anfallen.

Das Forschungsinstitut gaiac wurde vom Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) beauftragt, den ökologischen Ist-Zustand der Halde zu analysieren. Die Ergebnisse bilden die Grundlage zur Erstellung von Bepflanzungsplänen und zur Einschätzung der Transpirationsraten auf der Halde. Hierzu wurde das Gebiet flächendeckend botanisch kartiert. Unter Verwendung der Kartierung konnte die Gesamttranspiration der Haldenvegetation berechnet werden.
Zusätzlich wurde der Blattflächenindex (LAI) fotographisch bestimmt. Der LAI spiegelt das Verhältnis der Blattflächen eines Bestandes zu der von ihm bedeckten Bodenfläche wider. Da zwischen dem Blattflächenindex und der Evapotranspiration eine positive Korrelation besteht, konnten so ebenfalls Rückschlüsse auf den Wasserhaushalt des Haldenkörpers gezogen werden.

Zur Klärung der Frage nach der Belastungssituation und der möglichen Verhinderung des Pflanzenwachstums sind an unterschiedlichen Standorten Bodenanalysen durchgeführt worden. So wurden der pH-Wert sowie die Schwermetall- und Nährstoffgehalte bestimmt.

Ergebnis ist die Erstellung eines Bepflanzungsplans zur Reduktion der Versickerung des Niederschlages durch die Rhenania-Halde. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Heitfeld-Schetelig GmbH (IHS) wurden Kosten-Nutzen-Analysen für verschieden mögliche Sanierungskonzepte erarbeitet.

Ansprechpartner:

Dr. Gottfried Lennartz