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gaiac Forschungsinstitut

Simulation natürlicher Waldentwicklungsprozesse

Virtueller Wald
"Entwicklung moderner Verfahren für ein integriertes Großraumwaldinformationssystem und die effiziente technische Produktion in der Waldwirtschaft zur zielgerichteten Rohstoff-Mobilisierung und -Bereitstellung für die Holzwirtschaft - Der Virtuelle Wald III".
Teilprojekt: "IT-basierte Simulation natürlicher Waldentwicklungsprozesse von offenen bzw. halboffenen Flächen in Waldgebieten".

Gefördert bis zum 31.12.2013 von:

Virtueller Wald

Zentrales Ziel des Virtuellen Waldes ist die Entwicklung moderner, IT-basierter Verfahren zur Unterstützung der Holzwirtschaft im Cluster Wald & Holz NRW. Es soll ein Großraumwaldinformationssystem aufgebaut werden, indem die bekannten Methoden zur Stichprobeninventur mit neuen Methoden der auf Fernerkundungsdaten basierenden Bestandes- und Einzelbauminventuren kombiniert werden. Darüber hinaus wird der Virtuelle Wald auch als ein zentraler Kristallisationspunkt angesehen, der Grundlage für weitere Anwendungen auch über den forstlichen Bereich hinaus liefert.

Der Virtuelle Wald III beinhaltet bereits ein Waldwachstumsmodell (SILVA), das einzelbaumorientierte Prognosen zulässt. Nicht abgedeckt ist davon allerdings bisher die natürliche Wiederbewaldung von beispielsweise offenen- bzw. halboffenen Flächen innerhalb der Waldbereiche. Aufgrund der Zunahme an extremen Naturereignissen in den letzten 30 Jahren, einschließlich der Stürme, stellt sich aber zunehmend auch für die Forstwirtschaft die Frage, inwieweit naturnahe Entwicklungsprozesse (z.B. die natürliche Wiederbewaldung nach Windwürfen) in die konventionellen Praktiken der Waldwirtschaft integriert werden können. Vertiefte Kenntnisse über die natürlichen Prozesse wären zudem für die Entwicklung naturnaher Waldbau- und Landnutzungskonzepte (ökologischer Waldbau) hilfreich. Die Wiederherstellung natürlicher Waldlebensgemeinschaften in ihrer für den Lebensraum typischen Arten- und Formenvielfalt (Biodiversität) ist darüber hinaus von zentraler naturschutzfachlicher Bedeutung. Der so genannte Prozessschutz in Nationalparken, so auch im Nationalpark Eifel, unterstützt die Idee der Wiederherstellung naturnaher Waldbereiche.

Ziel dieses Teilprojektes ist die Weiterentwicklung des GraS-Modells zur dynamischen und gebietsspezifischen Prognose der natürlichen Entwicklung von offenen bzw. halboffenen Flächen (u.a. Windwurfflächen) in Waldgebieten. Entsprechend des Konzepts des Virtuellen Waldes soll dies zuerst an Testgebieten in NRW ausgerichtet werden, wobei grundsätzliche eine Übertragung auf andere Gebiete möglich sein soll.

Virtueller Wald

Vortrag:

Dr. Silvana Hudjetz, Dr. Gottfried Lennartz (2014): Vortrag Virtueller Wald III.


Ein Videobeispiel zur Simulation und Visualisierung prognostizierter Waldentwicklung finden Sie hier.

Ansprechpartner:

Dr. Gottfried Lennartz
Dr. Silvana Hudjetz