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gaiac Forschungsinstitut

Edaphobase: GBIF Datenbank für Bodenzoologie

Ökologie terrestrischer Lebensgemeinschaften - Edaphobase

Projekt Edaphobase 2. Phase

Das ökologisch-taxonomische Informationssystem „Edaphobase“ wurde als Repositorium bodenzoologischer Daten entwickelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Ziel der aktuellen zweiten Projektphase (2013-2017) ist die Überprüfung seiner Anwendbarkeit sowie eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung und Vernetzung der Datenbank.
Ökologie terrestrischer Lebensgemeinschaften - Edaphobase

Die Aufgaben des Forschungsinstituts gaiac umfassen dabei

  1. Koordination Länderstudien: In Verbindung mit verschiedenen Kooperationspartnern (SMNG Görlitz, ECT Oekotoxikologie Flörsheim a.M., SMNK Karlsruhe, Institut für Umweltforschung (Bio V) an der RWTH Aachen, Dr. Jörg Salamon) wird die Anwendbarkeit von Edaphobase für naturschutzfachliche Fragestellungen verschiedener Behörden z.B. zur Qualität und

    Ökologie terrestrischer Lebensgemeinschaften - Edaphobase
    Abb. 1.: Struktur der Anwenderstudien
    dem Erhaltungszustand des Bodens oder anthropogenen Stressoren getestet. Dafür werden in vier Bundesländern (Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Bayern) bodenzoologische Daten erhoben (siehe Abb. 1). In jedem Bundesland wurden drei verschiedene Lebensraumtypen ausgewählt, so dass ein möglichst breites Biotoptypenspektrum abgedeckt werden kann (siehe Abb. 2). Die Daten werden mit Hilfe von Edaphobase hinsichtlich der vorab formulierten Fragestellungen ausgewertet.
  • Erfassung, Bestimmung und Analyse der Oribatiden (Oribatida, Acari) auf den Standorten der Länderstudie. Die Oribatiden-Gemeinschaft der verschiedenen Biotoptypen wird erfasst und hinsichtlich ihrer Lebensraumansprüche analysiert.

  • Ökotoxikologisches Fachgutachten: Beurteilung des Datenbestands und der Abfrage- und Auswertemöglichkeiten für die Nutzung von Edaphobase in der Pestizidzulassung.

    Ökologie terrestrischer Lebensgemeinschaften - Edaphobase
    Abb. 2.: Biotoptypenauswahl in den verschiedenen Bundesländern sowie im Nationalpark Eifel

    Im Verbund mit den Kooperationspartnern erfolgt eine zunehmende Vernetzung von Edaphobase mit weiteren Datenbanken (z.B. GBIF) sowie mit diversen Forschungseinrichtungen und -initiativen. Die Implementierung verschiedener Auswerte- und Analysetools erweitert die Anwendungsmöglichkeiten von Edaphobase für bodenzoologische Fragestellungen, und die Entwicklung methodischer Standards zur Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Austausch bodenfaunistischer Daten sorgt für eine langfristige Qualitätssicherung bodenbiologischer Erhebungen. Die Förderung des Projekts erfolgt durch das BMBF.

Links

www.edaphobase.org

Ausgewählte Publikationen:

Jänsch S., Steffens L., Höfer H., Horak F., Roß-Nickoll M., Russell D., Toschki A., Römbke J. (2013): State of knowledge of earthworm communities in German soils as a basis for biological soil quality. Soil Organisms. 85(3), Görlitz: 215-233

Römbke J., Burkhardt U., Höfer H., Jänsch S., Roß-Nickoll M., Russell D., Schmitt H., Toschki A. (2013): Die Beurteilung der Boden-Biodiversität: Ergebnisse eines UBA-Vorhabens. Bodenschutz. 3: 100-105

Römbke J., Jänsch S., Höfer H., Horak F., Roß-Nickoll M., Russell D., Toschki A. (2013): State of knowledge of enchytraeid communities in German soils as a basis for biological soil quality assessment. Soil Organims. 85(2), Görlitz: 123-146

Römbke J., Burkhardt U., Höfer H., Horak F., Jänsch S., Roß-Nickoll M., Russell D., Schmitt H. & Toschki A. (2013): Die Biodiversität als Instrument zur Beurteilung des Bodenzustands: Theoretischer Hintergrund, konzeptionelle Überlegungen und Empfehlungen. Bachmann G., König W. und Utermann J. Bodenschutz - Ergänzbares Handbuch der Maßnahmen und Empfehlungen für Schutz, Pflege und Sanierung von Böden, Landschaft und Grundwasser. 1290, Berlin, Erich Schmidt Verlag: 1-76

Jörg Römbke, Stephan Jänsch, Martina Roß-Nickoll und Andreas Toschki (2014): Nutzungsmöglichkeiten der Boden-Dauerbeobachtung der Länder für das Monitoring der Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen. BfN-Skripten 369, Bundesamt für Naturschutz, Bonn Bad Godesberg.

Römbke, Jänsch, Roß-Nickoll, Toschki, Höfer, Horak, Russell, Burkhardt, Schmitt (2012): Erfassung und Analyse des Bodenzustands im Hinblick auf die Umsetzung und Weiterentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. UBA Texte Nr. 33/2012 und Anhang 34/2012. UBA-FBNr: 001606. FKZ / Projektnr: 3708 72 201. Umweltbundesamt

Ansprechpartner:

Dr. Andreas Toschki