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Einfluss von Süßwasserquallen auf das Nahrungsnetz in einem eutrophen Flachsee

Der erste gesicherte Nachweis der Süßwassermeduse Craspedacusta sowerbii im Alsdorfer Weiher bei Aachen stammt aus dem Jahr 1985. Im Sommer 1995 und 1996 kam es zu einem massiven Auftreten ausschließlich weiblicher Medusen mit einer maximalen Populationsdichte von 384 Medusen pro m3. In Laborversuchen, Enclosure-Versuchen im Freiland und mit einem dreijährigen Monitoring der Zooplanktondynamik in diesem eutrophen Flachsee konnte ein starker Einfluss der Medusen auf die Zooplanktongemeinschaft nachgewiesen werden. Eine hohe Quallendichte führte zu einer starken Abnahme der Copepoden und ihrer Larven, der Einfluss von Friedfischen hingegen wirkte sich lediglich auf die Cladoceren dichtevermindernd aus.

Publikation

Jankowski T, Strauss T, Ratte HT (2005): Trophic interactions of the freshwater jellyfish Craspedacusta sowerbii. J. Plankton Res. 27: 811-823.

Vereinfachtes Nahrungsnetz mit Craspedacusta sowerbii

Vereinfachtes Nahrungsnetz mit Craspedacusta sowerbii

Linkes Foto: Uwe Ohse

Ansprechpartner:

Dr. Tido Strauss

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